Unser Leistungsspektrum
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
Die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist eine Augenkrankheit, die typischerweise im höheren Lebensalter auftritt. Mit zunehmendem Alter steigt die Erkrankungswahrscheinlichkeit. Die AMD ist in Deutschland mittlerweile zur häufigsten Ursache des Verlustes der Lesefähigkeit in höherem Alter geworden.
Ein Schwerpunkt der Augenklinik Wolfsburg liegt in der Diagnostik und Therapie der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Menschen mit akuter Sehverschlechterung können sich jederzeit als Notfall während unserer Sprechzeiten vorstellen. Da ein rascher Therapiebeginn häufig notwendig ist haben wir die Abläufe so organisiert, dass wir jeden Patienten innerhalb von drei Werktagen behandeln können. Manchmal erfolgt die Behandlung auch am Tag der Untersuchung, besonders bei Patienten mit weiter Anreise. Wir arbeiten eng mit allen Augenärzten aus der Region zusammen.
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
Formen der Makuladegeneration (AMD)

Hier sehen Sie ein OCT-Bild (OCT = optische Kohärenztomographie) eines gesunden "gelben Flecks" (lateinisch „Macula lutea“ genannt). Die Foveolargrube in der Mitte sowie die Schichten der Netzhaut sind in diesem Bild gut zu erkennen.
Die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist eine Augenkrankheit, die typischerweise im höheren Lebensalter auftritt. Mit zunehmendem Alter steigt die Erkrankungswahrscheinlichkeit. Die AMD ist in Deutschland mittlerweile zur häufigsten Ursache des Verlustes der Lesefähigkeit in höherem Alter geworden.
Risikofaktoren sind, neben dem Lebensalter und familiärer Belastung, Rauchen und Bluthochdruck.
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
Zwei Hauptformen der AMD
Man unterscheidet zwei Hauptformen: die trockene und die feuchte altersbedingte Makuladegeneration.

Trockene AMD : Die trockene Makuladegeneration ist eine fortschreitende Augenerkrankung, die den zentralen Bereich der Netzhaut betrifft. Sie entwickelt sich oft schleichend über Jahre hinweg.
Dabei kommt es zu Ablagerungen unter der Netzhaut, die die Versorgung der Sehzellen beeinträchtigen. Mit der Zeit sterben diese Zellen ab, was zu einem zunehmenden Verlust der zentralen Sehschärfe führt.
Die feuchte Form der AMD macht etwa 20% aller Fälle aus. Sie kann unbehandelt zu einem raschen Verlust des Sehvermögens führen. Bei der feuchten Makuladegeneration sprossen krankhafte, neu wachsende Gefäße („Neovaskularisationen“) aus der Aderhaut in den Raum unter der Netzhaut ein. Aus ihnen kann Flüssigkeit austreten und es kann zu Blutungen unter die Netzhaut kommen.
Die Makuladegeneration führt in fortgeschrittenen Stadien zu zentralen Gesichtsfeldausfällen und zu einem ausgeprägten Verlust der Sehschärfe. So kann es für die Betroffenen unmöglich sein, zu lesen oder ein Gesicht in der Menge zu erkennen.
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
Diagnostik und Therapie
- Diagnostik der Makuladegeneration (AMD)
Mit der optischen Kohärenztomographie (OCT) kann die Makula berührungsfrei untersucht werden. Darüber hinaus kann auch die Nervenfaserschicht analysiert werden.
Um die unterschiedlichen Formen der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) präzise zu diagnostizieren, sind neben der augenärztlichen Biomikroskopie des Augenhintergrunds weitere Untersuchungen nötig.
Zur Standarddiagnostik der AMD gehört die Fluoreszenz-Angiografie (FAG) des Augenhintergrunds, bei der ein Farbstoff über eine Armvene injiziert wird.
Über den Blutkreislauf gelangt dieser Farbstoff in die Gefäße des Augenhintergrunds. Mit einer speziellen Fototechnik können nun Aufnahmen des Augenhintergrunds erstellt werden, auf denen sich die Blutgefäße durch den Farbstoff in sehr feiner Auflösung darstellen lassen.Ein weiteres bildgebendes Verfahren zur Darstellung feinster Veränderungen am Augenhintergrund ist die Optische Cohärenz-Tomografie (OCT). Dieses innovative Verfahren ermöglicht es, mikroskopisch feine Schnittbildaufnahmen der Netzhaut herzustellen. Die OCT kann sowohl bei der Eingangsdiagnostik der AMD, als auch bei der Verlaufskontrolle nach der Behandlung eingesetzt werden.
- Therapie der Makuladegeneration (AMD)
Neuartige Medikamente, die sogenannten VEGF-Hemmer, können bei der feuchten Form der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) eingesetzt werden. Sie hemmen das Neuwachstum krankhafter Gefäße aus der Aderhaut.
Bei den VEGF-Hemmern handelt es sich um so genannte monoklonale Antikörper bzw. Antikörperfragmente, die in ähnlicher Form auch zur gezielten Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt werden. VEGF-Hemmer können den Krankheitsverlauf und den Verlust an Sehschärfe bei einem hohen Anteil der Patienten mit feuchter AMD aufhalten oder verzögern. In günstigen Fällen kann es sogar zur Rückbildung der Erkrankung und zur Verbesserung des Sehvermögens kommen. Damit die VEGF-Hemmer zu ihrem Wirkungsort in die Aderhaut des Auges gelangen, werden sie in einem kurzen operativen Eingriff in den Glaskörperraum des Auges eingebracht.
Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung. Er dauert nur wenige Minuten und kann in aller Regel ambulant vorgenommen werden. Die Basisbehandlung der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) mit VEGF-Hemmern besteht, den aktuellen wissenschaftlichen Empfehlungen entsprechend, aus drei Zyklen in jeweils vierwöchigem Abstand. Nach jedem Behandlungszyklus erfolgen in der Regel zwei Kontrolluntersuchungen, die entweder vom niedergelassenen Augenarzt oder vom Augenoperationszentrum vorgenommen werden.
Ob die Behandlung der Makuladegeneration mit der Basisbehandlung abgeschlossen ist, entscheidet der behandelnde Augenarzt anhand der Entwicklung von Sehschärfe und Befunden, die vor jeder erneuten Behandlung mittels OCT genau bewertet werden. Sofern es medizinisch notwendig und erfolgversprechend erscheint, kann die Behandlung mit den VEGF-Hemmern fortgeführt werden. In sechswöchigem Abstand können diese in weiteren Zyklen ins Auge eingebracht werden.
- Intravitreale Injektion (IVIs)
Bei einer solchen Operation spritzt der Augenarzt unter örtlicher Betäubung (mit Augentropfen) ein Medikament in das Innere des Augapfels. So gelangt der Wirkstoff leicht in die Netzhaut und verursacht in aller Regel keine Nebenwirkungen in den übrigen Organen. Besondere chemische Zusammensetzungen der Hüllsubstanzen für einige der Arzneistoffe ermöglichen darüber hinaus eine langsame und kontinuierliche Freisetzung des Medikamentes. So entfaltet sich die Wirkung nach und nach und hält über längere Zeiträume an.
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
Kostenerstattung
Zur Vereinfachung der Kostenerstattung haben wir mit zahlreichen Krankenversicherungen integrierte Versorgungsverträge zur Behandlung der AMD abgeschlossen. Wir beraten Sie hierzu gerne.
Standorte
Nachfolgende Standorte bieten diese Behandlung an:
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